Vor 20 Jahren
2006 haben wir damit begonnen, die Administration der Wettkämpfe per Programm zu unterstützen. Zur KK-Zwischenrunde konnten die Mannschaftsmeldungen erstmals im System eingegeben werden. Die Erstellung der Wettkampfpläne musste der damalige Dekanatsschießmeister Norbert Küppers aber noch mühsam von Hand auf Papier erledigen. Er erinnert sich noch, dass er das ganze Wohnzimmer mit Meldezetteln und drgl. ausgelegt hatte und er tagelang damit beschäftigt war die Schießpläne zu erstellen.
Die unsichtbaren Backend-Anwendungen
Heute haben wir ein Fülle von Programmen, die die Dekanats-Schießmeister bei den Vorbereitungen fast aller Wettkämpfe unterstützen. Es ist nicht damit getan, die Schützen ins System einzugeben. Jedoch auch dies ist eine wesentliche Erleichterung für alle. Die Meldezettel müssen nicht mehr mühsam von Hand erstellt und dann in die Wettkampfpläne übertragen werden. Im Folgenden wollen wir mal beschreiben, was zwischen Einladung und Start der KK-Hauptrunde so alles gemacht werden muss.
Erster Schritt: das Anlegen der KK-Hauptrunde
Mit der Einladung Anfang März ging es gleich los mit der Definition eines neuen Wettbewerbes und der Eingabe der Stammdaten. Die Voraussetzung, dass der Wettbewerb im System erscheint und die Schießmeister der Bruderschaften aktiv werden können. Hierzu wird meist ein Wettbewerb aus den Vorjahren kopiert und ein paar Daten angepasst. 
Wichtig sind hier die Daten für Meldeschluss, Start und Ende des Wettbewerbes. Bei den RWKs müssen aber auch die Mannschaften mit ihren Schützen in die neue Runde übernommen werden und dabei auch Auf- und Absteiger berücksichtigt werden.

Anhand der Vorgaben werden dann die Vorjahres-Daten entspr. übernommen:


Die Auf- und Absteiger wechseln dabei die Klasse; Der Dekanatsschießmeister kontrolliert nur noch den Vorgang und der erste Schritt ist erledigt und die Bruderschaften werden informiert die Daten für die neue Runde anzupassen.
Sollen zusätzliche Mannschaften teilnehmen, können die jetzt erfasst werden; soll eine Mannschaft nicht weiter teilnehmen, kann sie abgemeldet werden. Dies haben wir allerdings in der 1. Bezirksklasse aus Sicherheitsgründen gesperrt, da die Mannschaften gesetzt sind und bei einer irrtümlichen Löschung nicht neu erfasst werden können.
In diesem Jahr musst der Webmaster dann doch mal wieder Hand anlegen und die Wehrer Mannschaft aus der 1. Bezirksklasse herausnehmen.
Schritt 2: Die Abstimmung auf der Schießmeisterversammlung
Auf der Schießmeisterversammlung müssen dann die vorbereiteten Mannschaftsmeldungen aus dem System (einige verweigern noch unsere Systeme und legen handschriftliche Zettel vor) unterschrieben abgegeben werden. An diesem Tag ist auch der Meldeschluss, sodass die weitere Planung auf Basis der jetzt vorliegenden Meldungen erfolgen kann. Auf der Versammlung wird dann auch abgestimmt, an welchen Tagen geschossen wird. Dies wird jetzt ebenfalls im System hinterlegt; der Dekanatsschießmeister gibt das entspr. für die beiden Klassen vor: 
Für beide Bezirksklassen wird dann der Wettkampfkalender erstellt; das System gibt die Runden anhand der Vorgaben oben (Anzahl Runden) vor und weist noch auf Feiertags- und Ferientermine hin. Aufgrund der Enge des Terminkalenders muss der Brückentag nach Christi Himmelfahrt leider unberücksichtigt bleiben.
Dieser Kalender ist danach auch gleich für alle sichtbar und jeder Schütze kann sich schon mal die Termine freihalten.

Bevor der Dekanatsschießmeister mit der Planung beginnen kann, müssen noch viele Sonderwünsche der einzelnen Bruderschaften berücksichtigt werden, was die Planung natürlich sehr erschwert und auch nicht automatisiert werden kann. Wir geben unser Bestes um Euch alle zufrieden zu stellen.
Eines ist aber noch wichtig, was spätestens jetzt erledigt sein muss, aber in diesem Jahr nur von Millen korrekt durchgeführt wurde. Bei der Planung müssen wir wissen, wann die Schießstände der einzelnen Bruderschaften für Events gesperrt sind. Wann Schießwettbewerbe sind, wissen wir und können das automatisch berücksichtigen. Wann aber aufgrund einer Familienfeier der Schießstand vermietet ist, muss schon bekannt sein. Hier wollen wir keine Zettelwirtschaft, sondern, dass Ihr das, wie geplant in unseren Kalender eintragt:

Wenn Ihr nicht mehr wisst, wie man das macht, es gibt dazu eine Beschreibung in meinem Blog.
Der Dekanatsschießmeister hat eine Übersicht über die Belegung der Schießstände, ich werde diese auch gerne unter „Intern“ verfügbar machen. Hier die Übersicht nach der Fertigstellung der Schießpläne: 
Da Peter alles richtig gemacht hat, gibt es keine Doppelbelegung; aber alle Stände sind fast komplett belegt. Mit mehr Mannschaften hätten wir hier mehr Spielraum. Überlegt mal, ob es nicht Sinn macht, mehr Mannschaften zu melden, genügend Schützen haben wir doch, wenn ich die Ellenlangen Listen der Mannschaften sehe.
Übrigens ein Thema für die nächste Versammlung: wieso tragt Ihr bis zu 14 Schützen bei einer Mannschaft ein? Es schießen doch meist nur 3. Der Ausrichter muss die jeweils drucken und ausgefüllt einscannen und verschicken.
Schritt 3: Die Planungsvorbereitung
Den nächsten Schritt zu automatisieren wäre das Überding; dazu muss ich allerdings mal die KI bemühen, im System schaffe ich es nicht das umzusetzen, deshalb gibt es hier noch ein paar Rechenaufgaben und eine Excel Tabelle als Hilfsmittel.
Wir wissen, wie viele Mannschaften wir haben, wie viele Runden wir schießen, welche Mannschaften keinen Stand haben und errechnen daraus die Heimvorgaben. In diesem Jahr sind es 2 x 12 Runden auf 4 Ständen; somit gilt es 96 Heimrechte zu verteilen. In beiden Klassen schießen 11 Mannschaften, woraus sich rechnerisch 4,36 Heimrechte pro Mannschaft ergeben. 
Auch wenn man hier rundet, kommen wir nicht auf 96 und zudem ergeben sich bei einigen Bruderschaften mehr als 12 Heimrechte, was sich in 12 Runden nicht bewerkstelligen lässt. Deshalb müssen wir das manuell anpassen, bis die Sache aufgeht. Wir wollen dabei aber auch niemand benachteiligen oder übervorteilen. In den Spalten „Plan“ legen wir dann die endgültige Zahl der Heimrechte fest.
Schritt 4: Vergabe der Heimrechte
Nun gilt es die Heimrechte auf die einzelnen Mannschaften in den Runden zu verteilen; auch das machen wir manuell, weil ich noch keine KI gefunden habe, die uns das abnimmt. In diesem Jahr haben wir das folgendermaßen verteilt, damit sich keine Überschneidungen ergeben.

Auf dieser Basis startet dann der Dekanatsschießmeister mit der eigentlichen Planung der Wettkampftage.
Schritt 5: Erstellung der Wettkampfpläne
Hierzu gibt es ein bekanntes System, indem man die Mannschaften auf die einzelnen Stände verteilt. (Wie das die Mannschaftsführer bei der Zuordnung der Schützen machen. 
Hier ist sichergestellt, dass pro Wettkampftag alle Mannschaften verteilt werden und niemand vergessen oder doppelt verteilt wird. Ein weiterer Vorteil liegt in den farblichen Markierungen. Bruderschaften, die keinen Stand haben, oder deren Stand belegt ist, werden sofort erkannt und können kein Heimrecht bekommen. Das geht dann mit diesen Hilfestellungen und den obigen Vorbereitungen recht zügig. Allerdings gibt’s hier auch wieder diverse Wünsche der Mannschaften, wer zusammen und wer nicht zusammen schießen möchte und drgl.
Nicht einfach für den Dekanatsschießmeister Reklamationen zu vermeiden. So entsteht dann der komplette Wettkampfplan, oder in der KK-Hauptrunde beide Pläne und sind dann auch gleich sichtbar; auch schon halbfertige während der Erstellung.
Wie die fertigen Pläne aussehen seht Ihr dann öffentlich auf der „Schiessen“ Seite. Unter „Intern“ wird dann nach der Fertigstellung automatisch die Standbenutzungsgebühr errechnet und publiziert. Dies ist den Schießmeistern bekannt. Für diejenigen, die ihre Bankgeschäfte online erledigen gibt’s sogar einen QR-Code, der die Überweisungen der gebühren und Startgelder automatisiert.
Schritt 6: Anpassung der Wettkampftage

Nachdem alles gut geplant ist unterliegt die Durchführung der Wettkämpfe den Bruder-schaften, die, meist Freitags, ihre Stände für die Ausführung herrichten.
Sollte ein Wettkampf aus irgendeinem Grund verschoben werden müssen, kann dies online im System angepasst werden.
Für die Kommunikation der Mannschaftsführer untereinander stehen im System Listen mit den Kontaktdaten zur Verfügung; Hieraus können die betreffenden Personen auch automatisch via E-Mail kontaktiert werden (aus Datenschutzgründen kann ich hier leider keine Personenbezogenen Beispieldatei veröffentlichen).
Abschluss
Ich hoffe nun, dass Ihr alle die Komplexität und den Aufwand im Hintergrund erkennt und nicht nur meckert, was alles besser gemacht werden könnte. Wir machen das alles aus Spaß an der Freunde und würden uns über ein wenig Anerkennung sehr freuen.
Bei Gelegenheit werden ich weitere Beiträge hier veröffentlich um mehr Verständnis für die vielen Arbeiten im Hintergrund zu erhalten.







In diesem Beispiel habe ich mal einen Senioren Nachmittag in Wehr geplant. Da dieser im Dorfzentrum stattfinden soll, kann man an diesem Tag den Schießstand nicht benutzen. Wählt hierfür bitte die Kategorie: 22 aus. Das ist der Hinweis, dass der Schießstand belegt ist.